3 Tools für ein besseres Zeitmanagement beim Schreiben deiner Abschlussarbeit

Zeitmanagement: 3 Tools, die mir beim Schreiben meiner Bachelorarbeit geholfen haben #ichhabsgeschafft

Für mei­ne Bache­lor­ar­beit habe ich mich viel mit den The­men Zeit­ma­nage­ment, Selbst­moti­va­tion und -orga­ni­sa­ti­on beschäf­tigt und auch vie­le Tools zur Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­rung aus­pro­biert. Wel­che mich beson­ders über­zeugt haben, erfährst du in die­sem Bei­trag.

Das Semes­ter, in dem du dei­ne Abschluss­arbeit schreibst, wird dich prä­gen. Je nach­dem, wie „ver­schult“ dein Stu­di­um war, stehst du nun mehr oder weni­ger das ers­te Mal vor der Auf­ga­be, dei­ne Zeit selbst ein­tei­len zu müs­sen.

Nur: Wie man das macht, das wird an den Hoch­schu­len nicht immer gelehrt. Dafür bist du wahr­schein­lich bes­tens mit den Tech­ni­ken des Wissen­schaft­lichen Arbei­tens ver­traut.

Aber wie kann ich die gan­ze Bear­bei­tungs­zeit über moti­viert blei­ben? Wie orga­ni­sie­re ich das gan­ze Wis­sen, das ich mir erar­bei­te? Wie schaf­fe ich es, mich auf das Wich­ti­ge zu kon­zen­trie­ren und mich nicht von Insta­gram und Co. ablen­ken zu las­sen?

Fra­gen wie die­se gin­gen mir vor und am Anfang der Bear­bei­tungs­zeit immer wie­der durch den Kopf. Hier möch­te ich dir ger­ne drei Tools vor­stel­len, die mir beim Schrei­ben mei­ner Bache­lor­ar­beit sehr gehol­fen haben und hof­fent­lich auch dir beim Zeit­ma­nage­ment dei­ner Bache­lor­ar­beit hel­fen wer­den.

Zeitmanagement heißt Struktur: Produktiv sein und bleiben mit der Pomodoro-Technik

Auf die Pomo­do­ro-Tech­nik bin ich durch einen Work­shop auf­merk­sam gewor­den. Dass die­se Zeit­ma­nage­ment-Metho­de für mich tat­säch­lich funk­tio­niert, hät­te ich nie gedacht.

Du planst zunächst eine Arbeits­zeit von zwei Stun­den ein und legst dei­ne Arbeits­zie­le für die­se Zeit fest. Anschlie­ßend arbei­test du in Zeit­in­ter­val­len von 4 x 25 Minu­ten und legst dann eine län­ge­re Pau­se ein.

Das sieht zum Bei­spiel so aus:

25 Min.Arbei­ten
5 Min.Pau­se
25 Min.Arbei­ten
5 Min.Pau­se
25 Min.Arbei­ten
5 Min.Pau­se
25 Min.Arbei­ten
30 Min.Pau­se

Grund­sätz­lich eig­nen sich dafür alle Auf­ga­ben, bei denen du den Auf­wand unge­fähr abschät­zen kannst. Beim Schrei­ben mei­ner Bache­lor­ar­beit sah mei­ne To-Do-Lis­te für einen Block bei­spiels­wei­se so aus:

  1. E-Mail an Pro­fes­sor schrei­ben
  2. Recher­che zu Begriff XY
  3. Aus­wer­ten von Quel­le XY

Auf­ga­be 1 ist sehr klar bemes­sen und inner­halb weni­ger Minu­ten erle­digt. Bei den Auf­ga­ben 2 und 3 hin­ge­gen sieht es schon anders aus.

Da ich beim Recher­chie­ren und Aus­wer­ten von Quel­len häu­fig auf neue Lite­ra­tur sto­ße (“Schnee­ball­prin­zip”) und die­se meist direkt aus­wer­ten möch­te, ver­lie­re ich manch­mal den Fokus. Durch die Pau­se von 5 Minu­ten gewin­ne ich dann wie­der etwas Abstand zu der Auf­ga­be und kann mir für die nächs­ten 25 Minu­ten ein neu­es Ziel set­zen.

Dazu über­le­ge ich, wie viel ich in den letz­ten 25 Minu­ten geschafft habe: War mei­ne Arbeit ziel­füh­rend und habe ich etwas erreicht? Oder bin ich gar nicht wei­ter­ge­kom­men?

Im ers­ten Fall kann ich im nächs­ten Block ein­fach dar­an wei­ter­ar­bei­ten. Im zwei­ten Fall neh­me ich mir erst eine ande­re Teil­auf­ga­be vor, um spä­ter wie­der auf die vor­an­ge­hen­de Auf­ga­be zurück­zu­kom­men.

Mich per­sön­lich moti­viert es sehr, zu wis­sen, dass es nur 25 Minu­ten bis zur nächs­ten Pau­se sind. Ich bin dadurch viel kon­zen­trier­ter, gera­de weil ich wäh­rend der Arbeits­zeit kei­ne Ablen­kun­gen zulas­se.

Pro­bier es ein­fach mal aus. Ich ver­wen­de zur Zeit­mes­sung den TomatoT­i­mer, da man so direkt Benach­rich­ti­gun­gen auf den Desk­top erhält. Es gibt aber auch zahl­rei­che Apps wie Pomo­do­ro Tasks, die nach einem ähn­li­chen Prin­zip funk­tio­nie­ren. Natür­lich kannst du dir auch ein­fach den Timer dei­nes Han­dys stel­len.

Zeitmanagement mit der Pomodoro-Technik: TomatoTimer
Quel­le

Zeitmanagement heißt Fokus: Handysucht eindämmen mit Forest

Ich bin selbst ein abso­lu­ter Smart­pho­ne-Jun­kie und las­se mich leicht von Whats­App, Face­book und Co. ablen­ken. Wenn es dir genau­so geht, schau dir mal die App Forest (kos­ten­los, optio­nal Pre­mi­um-Ver­si­on für Andro­id | 2,29 € für iOS) an.

Ich nut­ze die App schon seit meh­re­ren Jah­ren und bin sehr zufrie­den damit. Im Prin­zip geht es dar­um, dass das Smart­pho­ne für eine bestimm­te Zeit gesperrt wird und in die­ser – vom Benut­zer vor­ein­ge­stell­ten – Zeit ein vir­tu­el­ler Baum her­an­wächst.

Gehst du vor die­ser Zeit ans Han­dy, „stirbt“ die­ser Baum. Für jeden gewach­se­nen Baum erhältst du Coins. Damit las­sen sich ent­we­der wei­te­re Baum­ar­ten frei­schal­ten oder aber du pflanzt laut der Macher einen ech­ten Baum im Regen­wald für 2500 Coins.

Zeitmanagement durch Fokus: Smartphone sperren mit Forest
Quel­le

Zeitmanagement heißt Organisation: Gedanken und Literatur sortieren mit Citavi

Im Pro­zess der Erstel­lung dei­ner Abschluss­arbeit wirst du viel Lite­ra­tur aus­wer­ten, Infor­ma­tio­nen sam­meln und dir Zusam­men­hän­ge erar­bei­ten.

Die­se Grund­lagen des Schrei­bens soll­ten daher gut orga­ni­siert sein, damit du nicht den Über­blick ver­lierst.

Eine groß­ar­ti­ge Opti­on dafür sind Lite­ra­tur­ver­wal­tungs­pro­gram­me wie zum Bei­spiel Cita­vi (läuft auf Win­dows, auf Mac mit einer Vir­tua­li­sie­rungs­lö­sung eben­falls). Vie­le Hoch­schu­len bie­ten ihren Stu­die­ren­den dafür eine Cam­pus­li­zenz an. Hier kannst du schau­en, ob dei­ne Hoch­schu­le dabei ist. Es lohnt auch immer ein Blick auf die Web­sei­te dei­ner Hoch­schul­bi­blio­thek, denn oft wer­den auch pas­sen­de Work­shops dazu ange­bo­ten.

Einen Ver­gleich wei­te­rer Lite­ra­tur­ver­wal­tungs­pro­gram­me fin­dest du in die­sem PDF.

Mir hat Cita­vi sehr gehol­fen, mei­ne Gedan­ken und Quel­len zu sam­meln, zu struk­tu­rie­ren und an der pas­sen­den Stel­le der Bache­lor­ar­beit ein­zu­fü­gen – unver­zicht­bar für das wissen­schaft­liche Schrei­ben.

Die­se Funk­tio­nen schät­ze ich beson­ders:

  • PDFs las­sen sich direkt im Pro­gramm öff­nen und mit ver­schie­de­nen Far­ben mar­kie­ren. Du kannst bei­spiels­wei­se ent­schei­den, wel­che Text­stel­len du wört­lich über­neh­men und wel­che du sinn­ge­mäß para­phra­sie­ren willst. Oder du schreibst Zusam­men­fas­sun­gen von Abschnit­ten. Jede Mar­kie­rung kannst du einem bestimm­ten Kapi­tel oder Schlag­wort zuord­nen, um sie ein­fach wie­der­zu­fin­den, wenn du sie benö­tigst.
  • Die Quel­len las­sen sich auf vie­le Arten fil­tern, sor­tie­ren und mar­kie­ren.
  • Sehr prak­tisch fin­de ich auch das Word-Add-in. Damit kannst du mit nur einem Klick die pas­sen­den Zita­te und Ver­wei­se ein­fü­gen. Auch das Lite­ra­tur­ver­zeich­nis kannst du dir so auto­ma­tisch gene­rie­ren las­sen. Das kann dir kurz vor der Abga­be dei­ner Arbeit viel Zeit und Ner­ven spa­ren. Über­prü­fen soll­test du es aber trotz­dem noch ein­mal zur Sicher­heit.
Literaturverwaltung und Organisation für ein besseres Zeitmanagement: Citavi
Quel­le

Der beste Tipp für ein gutes Zeitmanagement in deiner Bachelorarbeit

Abschlie­ßend kann ich dir raten, die Bear­bei­tungs­zeit dei­ner Abschluss­arbeit voll aus­zu­nut­zen und nicht zu viel auf­zu­schie­ben. Gera­de bei umfang­rei­che­ren Arbei­ten zahlt sich ein gutes Zeit­ma­nage­ment in der Bache­lor­ar­beit am Ende tat­säch­lich aus. Work­shops dazu gibt es an fast jeder Hoch­schu­le. Viel Erfolg!

Du willst eben­falls dei­nen Weg zum Abschluss schil­dern? Büh­ne frei: Wir lek­to­rie­ren dei­nen Text und brin­gen dei­nen Erfah­rungs­be­richt online. Schi­cke dei­nen Ent­wurf oder dei­ne Idee an post@lektoren.blog. Wir freu­en uns auf dei­ne Sto­ry! 

Titel­bild © Antho­ny Gins­brook via Uns­plash

Emp­feh­lun­gen ohne Kenn­zeich­nung sind kei­ne Affi­lia­te-Links, son­dern unse­re per­sön­li­chen Tipps (ohne finan­zi­el­len Pro­fit).

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